Beiträge zur Grundlegung einer operationsfähigen Dialektik by Gotthard Günther

By Gotthard Günther

Die Arbeiten Günthers haben mit der Frage, wie sowohl der Dialektik eine operationsfähige Gestalt gegeben als auch die exakten Wissenschaften zu einer dialektischen Theorie ausgebaut werden können, zugleich die Möglichkeit eröffnet, die bedeutenden philosophisch-wissenschaftstheoretischen Kontroversen des 20. Jahrhunderts auf ihre tieferen reflexionstheoretischen Hintergründe neu zu befragen. Wegen der Vielfalt der Ansatzpunkte, von denen aus die Grundlagen der neuen Konzeption einer operationsfähigen Dialektik entwickelt werden, können Günthers erregende Analysen aus einer Vielzahl von Blickwinkeln erschlossen und verstanden werden. Die Sammlung ersetzt den geplanten 2. Band des Hauptwerks Idee und Grundriss einer nicht-Aristotelischen Logik (1959), von dem ein Nachdruck mit einem kommentierenden Nachwort von Rudolf Kaehr gleichzeitig vorgelegt wird. Unveränderter Print-on-Demand-Nachdruck der Ausgabe von 1979.

Show description

Read or Download Beiträge zur Grundlegung einer operationsfähigen Dialektik II PDF

Best history & surveys books

Studies in Pessimism

CONTENTSOn the Sufferings of the WorldOn the self-esteem of ExistenceOn SuicideImmortality: A DialoguePsychological ObservationsOn EducationOf WomenOn NoiseA Few Parables

Malebranche's Theory of the Soul: A Cartesian Interpretation

This publication deals a provocative interpretation of the speculation of the soul within the writings of the French Cartesian, Nicolas Malebranche (1638-1715). although contemporary paintings on Malebranche's philosophy of brain has tended to stress his account of rules, Schmaltz focuses relatively on his rejection of Descartes' doctrine that the brain is best identified than the physique.

The New Patricians: An Essay on Values and Consciousness

Patricians and plebians; the plebeianization of truth; the dwellers somewhere else; battlegrounds; victors; the hot patricians.

Extra resources for Beiträge zur Grundlegung einer operationsfähigen Dialektik II

Sample text

Die vorläufige Absicht ist, es so weit zu bringen, daß die Vorstellung im Bewußtsein unbeweglich festgehalten wird. Insofern als diese Vorstellung noch eine einzelne und individuelle ist, ist das sich an ihr realisierende Bewußtsein auch noch individuell und privat. Aber dank der Tatsache, daß infolge der Arretierung des Bewußtseinsprozesses dieses letzte inhaltlich individuelle Datum nicht mehr aus dem Erlebnisraum enweichen kann, ist es der Meditation möglich, dasselbe aufzulösen. Sobald dies gelungen ist, ist die Bindung des Bewußtseins an Endliches, Individuelles aufgehoben.

Andererseits sind "Wahrheit", "Transparenz" usw. ab ovo reflexive Begriffe. Sie indizieren die Tiefendimension, in der sich der lebendige Reflexionsprozeß abspielt. Werden sie also dem Sein aufgezwungen, so kann man dahinter eine tiefere Intention des Denkens vermuten. Diese Intention gilt es jetzt auszuloten. Wir beginnen mit dem Hinweis, daß die Termini "objektiv" und "wahr" in der abendländischen Wissenschaftstradition fast zu Synonymen geworden sind. Der erste ist, sinnanalytisch betrachtet, ontologischer, der zweite semantischer Herkunft.

Sie ist keinesfalls die eines Wertes. Die Mehrzahl der Forscher hat deshalb mit richtigem Instinkt an der Auffassung festgehalten, daß die Idee des logischen Wertes und die der formalen Wahrheit unlöslich miteinander verknüpft sind. Dann blieb aber bei dem heutigen Stande der logischen Analyse nichts anderes übrig, als anzunehmen, daß der Motivgegensatz im Wertbegriff durch die einfache Antithese von Positivität und Negation, resp. von "wahr" und "falsch", bestimmt sei. Unter dieser Voraussetzung ist jedoch die Konzeption des logischen Gegenstandes als absolute Identität mit sich selbst und damit als strikte Eindeutigkeit sowohl folgerichtig wie auch unvermeidbar.

Download PDF sample

Rated 4.66 of 5 – based on 9 votes